Diana Krall

Zum ersten Mal aufgefallen ist mir Diana Krall, als sie mit ihrer CD „Let’s Face the Music and Dance“ ihren Durchbruch feierte. Wie aus dem Nichts schaffte sie es in alle internationalen Top Charts. Und das, obwohl sie vorher nur Jazz spielte. Doch von nichts kommt nichts. So ist es nicht verwunderlich, dass auch Diana Krall für ihren Erfolg viel tun musste. Und das hieß: In kleinen Hotelbars stundenlang am Klavier spielen. Sie spielte sogar über mehrere Saisons im Central in Zürich. Während eines Konzerts sagte sie über diese Zeit, dass sie eine „Human Jukebox“ war. Jemand wollte einen Song hören und sie spielte ihn.

Diana Krall live

So ist es nicht verwunderlich, dass Diana Krall auch auf den größten Bühnen absolut locker und zielsicher die Tasten trifft. Bei soviel Spielpraxis vor Publikum wird man automatisch zu einer guten Pianistin. Was sie sicherlich auszeichnet, ist ihr unglaubliches Swingfeel. Jederzeit präzise mit einer lockeren Eleganz. Seien es Balladen oder auch Up-Tempo Swing, Diana Krall scheint sich in jedem Tempo wohl zu fühlen.

Ihre bevorzugte Rhythm Section Hamilton & Clayton ist wohl mittlerweile die bekannteste Rhythm Section im Mainstream Jazz. Die drei sind so gut aufeinander eingespielt, dass man den Eindruck gewinnen könnte, es sei eine leicht zu erlernende Kunst, Jazz im Trio zu spielen. Ist es aber sicherlich nicht!

Diana Krall beeindruckt nicht nur auf dem Klavier, sondern auch mit ihrer etwas rauchigen und tiefen Stimme. Gerade auf ihrer neuesten CD „Wonder …“ interpretiert sie Popsongs aus früheren Zeiten, wo oft ihre Stimme im Vordergrund steht. Als Fan ihres Jazz-Spiels würde ich mich natürlich sehr freuen, wenn sie mal wieder eine reine Trio-CD herausgeben würde.

Hier eine ältere Aufnahme des „Diana Krall Trio“ – man achte: da ist kein Schlagzeug. Doch die drei Musiker (mit dem grandiosen Russell Malone an der Gitarre) swingen was das Zeug hält.

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