E-Piano

E-Piano ist ein veralteter Begriff für Digital Piano. Es leitet sich einfach von „elektronisches Piano“ ab und bezeichnet ein Keyboard mit 88 Tasten.

Vorbei sind die Zeiten, wo man ein E-Piano nur müde belächelt hat. Zu Beginn der 80er Jahre kamen die ersten Digital Pianos auf den Markt. Nebst den damals beliebten Orgeln war nun plötzlich eine neue Art Klavier verfügbar. Wobei man diese Tasteninstrumente eigentlich noch nicht als richtige Klaviere bezeichnen kann. Denn die ersten Digital Pianos kann man wohl kaum mit den heutigen Modellen von Yamaha, Kawai oder Roland vergleichen. Das wäre fast so, als würde man einen Computer von damals mit einem Smartphone vergleichen.

E-Piano_yamaha

Yamaha ging mit diesem ansprechenden Design neue Wege im E-Piano

Einige Digitalpiano Modelle haben jedoch auch ihren ganz eigenen Charme. So werden viele Instrumente aus den 80er Jahren, vor allem die Synthesizer aus dieser Zeit, mittlerweile als Kultobjekte bezeichnet. Etliche Popsongs aus diesem Jahrzehnt haben diesen ganz speziellen Sound. Es handelt sich sozusagen um ein Kulturgut aus der damaligen Zeit.

Die Vorteile eines E-Pianos

  • geringer Platzbedarf
  • Kopfhörer-Anschluss
  • MIDI-Anschluss (so können z.B. Noten am Computer aufgezeichnet werden)
  • USB-Anschluss (ersetzt heutzutage vielfach den MIDI-Anschluss)
  • geringer Preis – man kann es auch gebraucht erwerben
  • Zubehör kann einfach dazugekauft werden
  • muss nicht gestimmt werden

Die Nachteile eines E-Pianos

  • Diese Instrumente haben einen hohen Wertschöpfungsverlust.
  • Der Klang eines Klaviers wird nur „nachgeahmt“.
  • Nur die Modelle in der höheren Preisklasse haben gute Klaviaturen.
    E-Piano_kawai

    Kawai ist bekannt für die Produktion hochwertiger E-Pianos

 

Ist ein E-Piano etwas für Profis?

Da gehen die Meinungen auseinander. Mittlerweile lässt sich feststellen, dass Digital Pianos der neuesten Generation (vielfach sind dies Hybrid-Pianos) – z.B. von Yamaha, Kawai oder Roland überall Anklang finden. Diese kann man auch gebraucht kaufen. Bei vielen Pianisten ist die Yamaha Clavinova Serie beliebt. Auch die ersten klassischen Pianisten werden bereits auf die digitalen Möglichkeiten aufmerksam.

In Konzertsälen, in denen du klassische Musik hören kannst, findest du jedoch bis heute rein akustische Klaviere. In der Regel handelt es sich dabei um Flügel.

Auf Bühnen, wo das Keyboard nur eine untergeordnete Rolle spielt, werden vielfach Digital Pianos verwendet. Dies ist natürlich praktisch, da man sie im Mix beliebig verstärken kann. So spielen Künstler  das Piano mal im Vordergrund, mal im Hintergrund. Ich selbst nutze für die Produktion meiner interaktiven Kurse übrigens ein Kawai CA-97.

 

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