Klavier Akkorde

Bestimmt hat du schon von dem Thema Klavier Akkorde gehört. Vielleicht hast du dir dabei gedacht, wozu man diese können sollte. Und überhaupt: wie viele Akkorde gibt es eigentlich? Muss man alle Akkorde beherrschen, um Klavier spielen zu können? Meine Tipps sollen dir ein paar Anhaltspunkte geben.

1. Was ist überhaupt ein Akkord?

Die Definition eines Akkords ist eigentlich recht simpel: das sind zwei oder mehrere Töne miteinander gespielt. Doch es gibt unzählige Klavierlieder, wo die Akkorde „gebrochen“ als sog. Arpeggio gespielt werden. Anstelle die Töne gleichzeitig zu spielen, werden die Töne kurz nacheinander gespielt. Der Effekt ist ähnlich wie bei einer Harfe, da werden einzelne Abfolgen von Saiten gespielt. Man erhält dadurch keine Melodie, die man singen könnte. Denn das ist dann in der Regel eine Begleitung.

2. Wozu benötigt man Klavier Akkorde?

Am einfachsten kannst du es dir so vorstellen wie ein Gitarrist. Der lernt zunächst ein paar Griffe, schrummt einen Rhythmus dazu und voilà da hat er schon eine coole Liedbegleitung. Genau dasselbe kann man mit dem Klavier auch machen. Wir haben da sogar noch mehr Möglichkeiten. Während der Gitarrist nur sechs Saiten zur Verfügung hat, haben wir am Klavier zwei Hände, 10 Finger und somit 10 Töne. Keine Bange, die brauchst du nicht alle zu spielen. Es ist viel einfacher als du denkst.

3. Welches sind die wichtigsten Klavier Akkorde?

In meinem PianoStarter Kurs bewege ich mich hauptsächlich in C-Dur. Auf dem Klavier bedeutet dies, dass wir uns im Moment nur auf den weißen Tasten bewegen. Doch da sind schon jede Menge Klavier Akkorde drin. In jeder Tonart gibt es wieder dieselben Akkordtypen. Wenn du diese in C-Dur verstehst und spielen kannst, dann kannst du dir auch andere Tonarten rasch aneignen.

Die wichtigsten zwei Akkordtypen sind

  • Dur – hört sich fröhlich an
  • Moll – hört sich traurig an

Du kannst dies selber am Klavier ausprobieren. Geh zur Mitte der Klaviatur. Spiele die Töne c-e-g miteinander. Danach die Töne a-c-e (GRAFIK C-Dur und A-Moll)

4. Was ist sonst noch zu beachten?

Klavier Akkorde lassen sich auf zig verschiedene Arten spielen – sei es in Dur oder in Moll.  Zunächst zeige ich meinen Schülern immer die einfachste Art. Da ist der Grundton jeweils der tiefste Ton. Das ist dann die sog. Grundstellung eines Akkords. Das gilt übrigens für jede Tonart. Doch die Töne eines Akkords können auch anders angeordnet werden. Dabei ist es immer noch derselbe Akkord. Das hört sich jetzt vielleicht kompliziert an, ist es jedoch nicht. Probiere einfach kostenlos eine Lektion meines PianoStarter Kurses, da wird dir vieles sicherlich klarer werden.

Klavier Akkorde – hier ein C-Dur mit Bassnote


5. Klavierakkorde in einer anderen Tonart

Das oben beschriebene Prinzip lässt sich überall anwenden. Dabei ist es völlig egal, ob du es auf einem Piano spielst oder auf einem Keyboard. (hier sind die Tasten kleiner und nicht gewichtet) Denn diese Instrumente folgen ja derselben Logik, die Finger beziehungsweise Fingersätze sind dieselben. Natürlich wird der Ton auf einem günstigen Piano nicht so schön klingen, aber nur um Klavierakkorde zu erlernen geht auch ein Einsteiger Piano.
Dies ist einfach noch ein Hinweis, da mich meine Schüler vielfach fragen, welche Instrumente bzw. welches Piano das Beste sei.

In unserem diatonischen System haben wir 12 Tonarten.

In einer Tonart haben wir wiederum 7 Akkorde. Die Akkorde sind so angeordnet:

  • Dur Akkord – kommt 3 mal vor
  • Moll Akkord – kommt auch 3 mal vor
  • verminderter Akkord – kommt nur einmal vor und wird selten benötigt
Man könnte auch die Klavierakkorde mit Halbtönen erklären. Jedoch verzichte ich auf diese Definitionen. Sie sind zwar mathematisch richtig und korrekt, nützen jedoch nicht viel beim Musik machen. Denn wichtig ist nur, dass man das darunter liegende Prinzip versteht. D.h. also, wo ist der Grundton, wo die Terz, wo die Quint. Man kann dies rein über die Tasten lernen, sprich, man schaut sich die Tasten an und merkt sich so den Akkord. Geübtere Pianisten oder solche die größere Ambitionen haben, können sich einen Akkord auch über Noten lernen. Ich persönlich nutze beide Wege: also nur rein über die Tasten sowie auch über die Noten. Das gibt mir ein tieferes Verständnis für die Musik und für das Piano.

12 Tonarten – 12 x 7 Akkorde?

Das hört sich nach mehr als einer Lektion an. Es ist aber nicht so schwierig wie du denkst. Denn von einer Tonart zur nächsten ändert sich jeweils nur ein Ton. Dieser eine Ton wird entweder mit einem # gekennzeichnet oder mit einem b. Was sich pro Tonart ändert, ist dann natürlich der Grundton. Ab dann bleibt das Prinzip dasselbe: wiederum 7 Akkorde wie oben beschrieben. Natürlich ist es von Vorteil, wenn die Finger bei einem neuen Stück auf Anhieb treffsicher sind. Doch keine Bange, es genügt, wenn du dich zunächst nur ein paar wenigen Tonarten sicher fühlst. Auch ich beherrsche nicht alle Tonarten gleichermaßen.

Zusammenhang von Akkord und Melodie

Während wir bei einem Akkord mehrere Töne spielen, ist die Melodie per Definition nur eine Note. Doch natürlich lässt sich auch eine Melodie arrangieren. Mann legt dann einfach die Harmonien, also die Akkorde, darunter. So kann zum Beispiel eine harmonisierte Melodie in Noten aussehen:

Klavier Akkorde – ganz oben als Leadsheet. Dann mit klassischer Notation Akkorde und Melodie kombiniert.

Dies ist nur ein C Dur Akkord, mehrstimmig gespielt. Also einfach einer von unzählig vielen Akkorden. Die oberste Note ist jeweils die Melodie, darunter ist der Akkord abgebildet. Die Note “d” steht für sich alleine, da diese eine leichte Spannung zum Akkord ergeben würde. Dies nennt man “Harmonisieren” – man verbindet die Melodie und Klavierakkorde zusammen. Der Dur Dreiklang besteht übrigens zunächst aus einer großen Terz, danach nochmals ein kleine Terz.  Dies soweit als erste Mini Lektion :)

In meinem interaktiven Klavierkurs “PianoStarter” gehe ich extra für Klavier Anfänger auf diese Themen ein. Im Kurs “Chords&Scales” gibt’s natürlich auch mehr als eine Lektion. Da gibt’s mehrere Module, in denen ich sehr detailliert erkläre, wo welcher Ton gespielt wird. Falls beim Durchgehen der Lektionen bei dir Fragen aufkommen, dann stell deine Frage doch bitte gleich vor Ort. Unter dem Video findest du ein Eingabefeld, wo du sie eintippen kannst. Außerdem bieten wir dir Zugang zu interaktiven Gruppen, in denen du auf mich und andere Schüler triffst, mit denen du dich austauschen kannst.

Kann man Harmonielehre auf einem Keyboard lernen?

Ja, das kann man. Denn die Klavierakkorde sind natürlich dieselben. Obwohl die Instrumente Klavier und Keyboard recht verschieden sind, eines haben sie gemeinsam: der Aufbau der Klaviatur ist dieselbe. Sofern du dich nur mit Moll und Dur beschäftigen möchtest um die Klavierakkorde zu verstehen, genügt im Moment auch ein Keyboard. Vermutlich wirst du auf einem Keyboard nie wirklich das Gefühl haben, dass du richtige Musik machst. Doch bei diesem Aspekt, beim Erlernen von Akkorden, ist dies egal. Verschiedene Hersteller werben natürlich immer um ihre Instrumente – für die wirklichen Grundlagen bei der Tastatur könntest du übrigens alternativ auch eine Klavier App herunterladen.

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