Klavierlieder

Wer im Internet nach Klaviermusik sucht, wird von einer Fülle an Noten, einfachen Stücken und Youtube-Klaviertutorials überschwemmt. Doch Klavierlieder sind nicht gleich Klavierlieder. Welche sind die für dich geeigneten Songs? Brauchst du Noten oder nicht? Meine Tipps sollen dir helfen, passende Klavierlieder zu finden.

Hier gebe ich dir ein einfaches Beispiel eines Klavierstücks. Viele Erwachsene, die davon träumen, die schönsten Lieder am Piano spielen zu können, würden gern solch einfache Songs so zum Besten geben können. Dies ist ein Auszug aus meinem interaktiven Kurs PianoStarter Songs.

Hier geht’s zu den Noten dieses einfachen Stückes.

1. Klavierlieder gibt’s in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden

Entscheidend dabei ist, dass du weißt, wo du in deinem Lernprozess stehst. Das Üben eines neuen Klavierstücks soll ja nicht zwei Jahre dauern. Du möchtest eher in zwei Monaten bereits gute Musik spielen können.

Folgende Kriterien sind zu beachten:

  • Spieltechnik: Enthält das Stück Läufe oder Akkorde, die du noch nie zuvor gespielt hast?
  • Tonart: In welcher Tonart steht es? Bist du mit den Akkorden und Kirchentonleitern dieser Tonart vertraut?
  • Rhythmik: Gibt es rhythmische Muster, die du noch nie gespielt hast (Synkopen, 16-tel, Triolen …?) Wie hoch ist das Tempo?
  • Gehör: Hast du eine konkrete Vorstellung davon, wie das Stück klingen soll?

etc.

Je nachdem, wie viel du mit „Ja“ beantworten kannst, desto einfacher wird es für dich sein, den Song einzuüben. Klaviermusik, die von deinem Spielniveau noch weit entfernt sind, lass lieber erstmal auf der Seite. Du wirst sonst viel Frust erleben. Es eilt ja nicht. Du kannst sie später immer noch lernen.

2. Wie genau möchtest du dich ans Original halten?

Dies ist ein entscheidender Punkt. Denn jedes moderne Stück lässt sich am Klavier in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden spielen. Natürlich auch die schönsten Werke von Mozart & Co. Dazu braucht es jedoch profunde Kenntnisse der Harmonielehre. Meist gibt es eine „easy Piano“ Version eines Liedes. Hierbei bekommst du die Harmonien und die Melodie in der einfachsten Form notiert. Das Stück lässt sich dann spielen. Es ist auch erkennbar. Doch nach „so richtiger“ Klaviermusik wird es sich wohl noch nicht anhören.

3. Setze dich ganzheitlich mit dem Klavierspiel auseinander

Gerade wenn du sogenannte Leadsheets vor dir hast, ist es von Vorteil, wenn du schon einen „musikalischen Rucksack“ mitbringst. Leadsheets sind dabei vereinfachte Noten.

Du besagtem Rucksack gehört Folgendes:

  • Hören: Kannst du dir vorstellen, wie der Ton sich anhört, bevor du die Taste drückst?
  • Verstehen: Weißt du, wie Akkordumkehrungen funktionieren?
  • Fühlen: Fühlst du einen Offbeat? Fühlst du einen Swing?
  • Tasten: Auch Fingerübungen gehören zum Klavierspiel. Eine ausgefeilte Technik ist eine gute Voraussetzung, um neue Lieder rasch zu lernen.
  • Lesen: Das Lesen von Leadsheets wie klassische Noten ist erlernbar. Es braucht einfach etwas Geduld und viel Wiederholung.

Fazit: Du wirst nur dann rasch neue Songs am Klavier lernen können, wenn du mit den Grundlagen vertraut bist. Dann hören sie sich auch erst gut an! Um dies zu erreichen, empfehle ich dir meinen interaktiven PianoStarter-Kurs. Dann klappen bald auch die schönsten Lieder. Wenn du Fragen hast, wende dich jederzeit an mich. Du kannst auch unter jedem Video deine Frage stellen. Dann weiß ich auch gleich, worum es geht. In unseren interaktiven Gruppen kannst du ebenfalls deine Fragen loswerden. Dort kannst du mir auch Feedback geben. Nur durch gegenseitige Resonanz können wir uns verbessern. Denn Menschen sind immer da, um voneinander zu lernen. Viel Spass beim Üben :)

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