Liedbegleitung Klavier

Lieder am Klavier oder Piano begleiten zu können ist ein Traum vieler Menschen. Vermutlich auch von dir? Stell dir vor, du kannst die Lieder, die dir gefallen selber spielen. Dich einfach ans Klavier setzen und deinen Gesang begleiten. Das geht ganz einfach durch Liedbegleitung am Klavier. Natürlich muss es nicht zwingend deine eigene Stimme sein – vielleicht kennst du jemanden, der gerne singt. Dann könnt ihr zusammen schon eine kleine Band gründen.

Frau begleitet Stück am Klavier

Liedbegleitung Klavier – Lerne deine Lieblingslieder zu begleiten.

Für die Begleitung von einem Song am Piano benötigst du keine großartige Fingerfertigkeit und erst recht keine klassische Klavierausbildung. Doch worauf ist zu achten? Meine Tipps sollen dir weiterhelfen.

1. Liedbegleitung am Klavier: Du brauchst ein Verständnis für Akkorde

Stell dir Alicia Keys oder Elton John vor – beide Pianisten sind keine Virtuosen auf ihrem Instrument wie z.B. ein Lang Lang. Und doch können sie ihre Gefühle ausdrücken und ihre Lieder super am Klavier begleiten. Immer wenn du dies tust, spielst du von einem Song nicht die Melodie, sondern nur die Akkorde. Dazu ist ein Basisverständnis für Akkorde notwendig. Dies beinhaltet:

  • Dur- und Mollakkorde
  • die Akkorde einer Tonart (Stufenakkorde)
  • die Umkehrungen von Dreiklängen

Mit diesem harmonischen Rüstzeug kommst du bereits sehr weit. Wichtig dabei ist das Verständnis, wo sich die Dur und Moll Akkorde befinden in einer Tonart. Im Online Klavierkurs „Chords&Scales“ erkläre ich dies ausführlich. Doch eine Komponente fehlt natürlich noch.

2. Du brauchst ein Verständnis für Rhythmus.

Keine Bange, das ist nicht so kompliziert, wie du vielleicht denkst. Hör dir das Original von „Let it be“ von den Beatles an. Hier hörst du die leichteste Liedbegleitung am Klavier – es sind nur Viertelnoten in der rechten Hand, mehr nicht. Und trotzdem hört sich die Musik gut an – wie ist das möglich? Dazu gleich mehr.

Sobald du die Akkorde und Noten unter den Fingern hast, d.h. du sie spielend wechseln kannst, beginne mit dem Spielen einfacher Begleitmuster. Dies kann z.B. in der linken Hand die Bassnote in halben Noten sein und die Rechte spielt die Akkorde (z.B. Dur und Moll) in Viertelnoten. Sofern du dies schön gleichmäßig tust, werden sich deine Lieder in der richtigen Tonart schon ganz passabel anhören.

Ich, Sven Haefliger und Gründer von Klavier-lernen.ch, mache dies übrigens oft. Wenn ich einen Song noch nicht gut kenne, dann spiele ich als Liedbegleitung am Klavier oft nur Viertelnoten und summe die Melodie. Dadurch bekomme ich schon ein gutes Gefühl für den Song.

3. Gleichzeitigkeit & Unabhängigkeit sind das A&O

Dies ist für die meisten Pianisten zunächst eine ziemliche Herausforderung. Denn mit den Händen die Noten von einem Song spielen und etwas anderes singen bedeutet, gleichzeitig zwei verschiedene Dinge zu tun. Unser Verstand kann sich jedoch immer nur auf eine Sache konzentrieren. Versuch mal, gleichzeitig (nicht nacheinander) an zwei Dinge zu denken – es wird nicht klappen. Doch wie verhält es sich nun beim Klavierspielen?

Close-up von Händen am Klavier

Mit ein bisschen Geduld wird Liedbegleitung am Klavier zum Kinderspiel.

Du übst das Element, das NICHT die Melodie ist

Das machst du solange, bis dein Verstand nicht mehr damit beschäftigt ist. D.h. die Liedbegleitung am Klavier sollte automatisiert sein. Danach kannst du dich vollends auf den Gesang konzentrieren, nicht mehr auf die Begleitung. Die Lieder sollten zunächst wirklich einfach sein und deren Melodie keine komplexen rhythmischen Muster beinhalten. Das sind in der Regel Kinderlieder oder einfache Folksongs. Ich weiß, dass ist jetzt noch nicht die Art Song, die du spielen möchtest. Es gehört aber zum Lernprozess dazu – ohne Noten eine Begleitung zu spielen bei einem einfachen Song.  Erst wenn diese leicht für dich sind, konzentriere dich auf Pop- oder Jazzsongs.

Du brauchst ein bisschen Geduld

Doch es ist wie ein Schalter im Gehirn: Sobald du die Liedbegleitung am Klavier raus hast, kannst du dieselbe Vorgehensweise bei jedem Stück – egal ob Pop oder eine andere Stilrichtung – von Neuem anwenden. So wird die Begleitung am Klavier oder Piano zum Kinderspiel und der Gründung deiner eigenen kleinen Band steht nichts mehr im Weg. Deine Musik wird bald richtig gut klingen – fast wie im Original. Oder vielleicht noch besser als das Original. Denn du spielst deine eigene Version von einem Song.

Im interaktiven Klavierkurs „PopSongs“ gehe ich detailliert auf die Liedbegleitung am Klavier von Songs ein. Ich gehe jeweils immer vom Original Stück aus. Noten kann ich aus rechtlichen Gründen da keine mitliefern. Doch im geschützten Bereich im Klavierkurs findest du jeweils einen Link zu den Noten. Diese kosten nur etwa 2-3 Euro. Also für alle erschwinglich. Solltest du Fragen haben, während du die Lektionen durchgehst, dann kannst du sie gleich in ein Eingabefeld darunter eintippen. Außerdem kannst du deine Fragen auch immer in einer unserer interaktiven Gruppen stellen oder während eines unserer baldigen Live Piano Coachings. Mir ist der interaktive Charakter meiner Kurse sehr ans Herz gewachsen. Ich habe schon früher im Face-to-face-Unterricht gemerkt, dass man sich durch wechselseitiges Feedback gegenseitig verbessern kann. Mein Angebot wäre ohne eure Anregungen nicht halb so gut. Deswegen ist mir Interaktivität so wichtig. Sie hilft uns allen.

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