Musiknoten

Es gibt eine so große Anzahl von Musiknoten. Wie soll man da den Durchblick behalten? Du möchtest dein Lieblingsstück endlich am Klavier spielen. Die meisten Pianisten beginnen dies mit dem Kauf der Noten. Nun findet man in vielen Notenportalen jedoch mehrere Versionen. Also mehrere Arten von Musiknoten für dasselbe Stück! Was soll man nun tun? Mit meinen Tipps möchte ich dir helfen.

      1. Achte auf die Tonart

Klavierlieder für Anfänger

Musiknoten – G – Dur mit einem Kreuz als Vorzeichen

Übe Stücke in Tonarten, die du schon kennst. Sie steht bei Musiknoten immer zu Beginn. Unmittelbar nach dem Notenschlüssel findest du die Vorzeichen. Das können Kreuze sein oder b’s (Grafik). Am Klavier ist es super einfach, wenn keine Vorzeichen da sind. Denn das bedeutet, dass die Noten in C-Dur notiert sind. In diesem Fall spielst du nur auf den weißen Tasten. Häufig werden auch Stücke, die im Original in anderen Tonarten erklingen, so vereinfacht. Sie werden in C-Dur transportiert. Das heißt, sie werden in eine andere Tonart gesetzt. Dabei verändern sich die Akkorde. Die Melodie bleibt dieselbe, aber sie wird höher oder tiefer gespielt.

     2. Musiknoten dienen im Pop nur als Richtlinie

Auch für Popsongs findest du Musiknoten. Du wirst auf sogenannte Leadsheets stoßen. Andere wiederum sind im klassischen Sinne in Violin- und Bassschlüssel notiert. Aber: Kein Pianist wird live genau diese Noten verwenden. Denn Popmusik ist keine geschriebene Musik. Genauso ist es sich mit Jazz und Blues. Es gelten andere Gesetze. Wenn du auf dem Klavier Pop oder Jazz lernen möchtest, dann wirst du einen völlig anderen Weg gehen. Nur klassische Pianisten pflegen nur das Blattspiel. Dies aber dafür bis zur Spitzenklasse.

      3. Musiknoten für Popsongs verwenden

Selbst jemand, der sehr gut Noten lesen, wird sich plump und roboterhaft anhören, sobald er ein Popstück spielt. Der Song wird zwar klar zu erkennen sein. Er wird sich jedoch in etwa wie eine Spielkonsole aus den 80er Jahren anhören. Da klingt nichts „cool“. Alles, was einen modernen Popsong ausmacht, geht dabei verloren.

      4. Popmusik ist keine geschriebene Musik

Sängerin und Pianist am Klavier

Musiknoten – Popmusik ist keine geschriebene Musik

Stell dir vor, die Beatles hätten so musiziert. Paul McCartney kommt ins Studio. Er hat seine Ideen in Form von Musiknoten perfekt aufgeschrieben. Die anderen Bandmitglieder spielen diese Noten genau nach Anleitung. Die Aufnahme läuft und schon ist das Stück fertig. Es würde sich allerdings stupide und künstlich anhören. Die Denk- und Herangehensweise von Pop- und Jazzmusikern ist eine völlig andere. Noten gibt es zwar auch hier. Sie dienen jedoch nur als Basisangabe.

      5. Vertiefe deine Kenntnisse

Willst du dein Wissen über Harmonielehre vertiefen und erweitern? Dann rate ich dir zu meinem interaktiven Kurs „Chords&Scales“. Dort kannst du dir ein umfangreiches Wissen aneignen. Wie bei allen meinen Kursen kannst du unter jedem Video Fragen stellen. Auch in unseren interaktiven Gruppen im geschützten Bereich werden deine Fragen fix beantwortet.

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