Newsletter 14: Deine Gefühle während des Übens am Klavier

klavier-lernen.ch Newsletter 14: Deine Gefühle während des Übens am KlavierMein vorheriger Newsletter hat dich vermutlich neugierig gemacht. Ja, es ist in der Tat so, dass sich hier die Spreu vom Weizen trennt: die emotionale Intelligenz. Und du hast jetzt vermutlich auch festgestellt, dass dies NICHTS zu tun hat mit dem (so viel gelobten) Talent.

Deine Gedanken bestimmen deine Gefühle während des Übens am Klavier. Deine Gefühle wiederum werden deine Übesession beeinflussen: In der Effektivität und in der Intensität.

Wenn ich ständig negative Gedanken hege während des Übens, stellen sich automatisch Gefühle von Niedergeschlagenheit, Unvollkommenheit oder sogar Scham ein. Wie sehr wünsche ich mir diese Gefühle? Gar nicht! Also, werde ich alles tun, um diese zu vermeiden … und möglichst wenig üben oder etwas anderes üben (was vermeintlich zu einem rascheren Erfolg führt?)

Genau das stelle ich immer wieder fest, wenn ich mit Erwachsenen arbeite. Wenn jemand kommt und mich als erstes fragt, wie lange geht es bis ich das Stück XY spielen kann, frage ich zurück, warum dies denn so wichtig ist. Dann kommen wir jeweils ganz rasch an den Kern der Sache: Ist die Motivation der Person intrinsisch oder extrinsisch?*

Viele möchten rasch Erfolg haben, rasch etwas vorweisen. Sich selber und anderen etwas beweisen. Doch darum geht’s mir nicht im Klavier spielen – und ich hoffe dir auch nicht. Jemand, der sich mit dieser Einstellung ans Klavier setzt, wird selten bis nie den Prozess des Lernens begreifen und kontinuierlich Fortschritte erzielen, und ist mit den Gedanken ständig beim Stück XY und irgendetwas, was in weiter, weiter Ferne liegt …

…. und wird am Schluss NIE dort angelangen.

Fazit: Achte auf deine Gedanken, sie bestimmen deine Gefühle während des Übens am Klavier. Wenn du ständig negative Gedanken hegst während du übst, werden diese deine Gefühlswelt sehr stark beeinflussen. Es genügt, wenn du deine Gedanken & Gefühle wahr nimmst. Du wirst viel über dich selber erfahren.

*intrinsische Motivation bedeutet, dass ich etwas auf freien Stücken tue, einfach weil mir das gefällt und ich Freude daran habe. Extrinsische Motivation bedeutet, dass ich etwas tue, um ein Lob, Anerkennung, Geld, Ansehen etc. von AUSSEN zu bekommen.
Mit musikalischen Grüssen

Sven

 

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