Newsletter 28: Ziele setzen mit dem music explorer

Bevor ich begonnen habe Klavierkurse zu gestalten, habe ich mich über einen längeren Zeitraum mit dem methodisch wirksamen Lernen auseinandergesetzt (dies tue ich übrigens heute noch). Ich war auf der Suche nach einem kreativen Werkzeug, das die „wenig greifbaren“ Zusammenhänge des Musikmachens veranschaulicht. Es sollte spielerisch sein und trotzdem fundiert – dies führte mich irgendwann zu der Grafik des „music explorers“, die ich dann entwickelte.

Im Gegensatz zu den herkömmlichen Methoden, wo meistens von Beginn an alles GLEICHZEITIG (Harmonik, Melodik & Rhythmik gleichzeitig / Noten lesen, Fühlen des Pulses etc.) gelernt wird, erarbeiten wir hier zuerst die TEILBEREICHE nacheinander– und zwar so lange, bis unser Verstand sich nicht mehr damit zu beschäftigen braucht.

Ich habe über Jahre zum Teil unbewusst danach das Klavierspiel erlernt. Zunächst lange als Autodidakt, dann später mit einer renommierten Klavierlehrerin.

Genauso möchte ich dir empfehlen, dass du dir immer wieder Teilziele setzt und diese so lange erarbeitest, bis es „easy“ wird für dich.
Das kann, für PianoStarter-Abonnenten, in etwa so aussehen:

Melodik/Rhytmik – technisch
Du kannst die C-Dur Tonleiter in korrekten Fingersätzen mit Metronom Tempo 70 in Achteln (auch vom Ton F und vom Ton G aus) spielen

Melodik – auditiv
Du kannst die Töne c – d – e – f – g abwechselnd singen und kannst diese sofort der Tastatur zuordnen (kein Trial/Error)

Melodik – visuell
Du kannst locker Töne vom Blatt spielen, mit den Tönen C-C innerhalb einer Oktave

Harmonik – technisch
Du kannst beidhändig (Bassnote linke Hand, Akkord rechte Hand) alle Stufenakkorde von C-Dur sofort spielen (ohne eine Millisekunde zu überlegen)

Harmonik – verstehen
Du weißt, welche Töne im Akkord XY vorkommen

Rhythmik – spüren
Du kannst mit der linken Hand halbe Noten tappen, mit der rechten Hand Viertel, während dein Fuß den Puls (Viertelnoten) mittappt

Rhythmik – visuell/technisch
Du kannst einfache Rhythmen sofort vom Blatt klatschen oder spielen (nimm dazu einen Akkord oder nur einen Ton)
etc.

Du siehst an diesen wenigen Beispielen, es gibt eine Fülle von Material – und alles lässt sich mit der Grafik des music explorers darstellen.
Die Liste liesse sich unendlich fortsetzen. Wir steigern mit der Zeit einfach den Schwierigkeitsgrad – das mache ich übrigens heute noch so.

Ich empfehle dir wärmstens, immer so lange an einem Subjekt zu arbeiten, bis du gelangweilt wärst, wenn du es noch weiter üben müsstest. Dann ist es zu easy für dich – und du gehst weiter.
Alle Sachen, die du wirklich geübt hast, „legen sich in deinem Gehirn ab“. Sie sind sozusagen der musikalische Rucksack. Je größer dieser ist, umso freier und sicherer kannst du dich am Klavier ausdrücken.

Das setzen von relevanten Zielen erfordert natürlich auch ein bisschen Erfahrung. Hier stoße ich natürlich mit einem reinen Online-Programm ein bisschen an meine Grenzen. Ich empfehle dir, dass du eine Eins-zu-Eins Lektion übers Internet bei mir buchst (einfach Antwort auf diese E-Mail) oder bei einem erfahrenen Klavierlehrer andockst. Achte darauf, dass dieser mit Pop und Jazz vertraut ist, dann wird er dir auch mit meiner Methodik weiterhelfen können.

 

Mit musikalischen Grüssen

Sven Haefliger

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